Veranstaltung

Follow-up: Umwelttechnologien, Erneuerbare Energien und Urban Technologies in Kolumbien

06.09

bis

06.09

Follow-up: Umwelttechnologien, Erneuerbare Energien und Urban Technologies in Kolumbien

Follow-up vom ASC im April 2022

Datum
06.09.2022 - 06.09.2022

Veranstalter
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA

Beginn
16:00

Ende
17:00

Teilnehmer
kostenlose Veranstaltung(en)

Veranstaltungsort
online

Registrierung
Stattfinden der Veranstaltung noch nicht fix

Wo? Online - bequem vor Ihrem PC / Tablet / Smartphone

 

Weitere Informationen folgen!

 

Marktinfo Kolumbien:

 

Kolumbien hat in der Umwelttechnik großen Nachholbedarf. Derzeit wird nur etwa ein Drittel des Abwassers behandelt, der Rest fließt ungereinigt in Flüsse oder das offene Meer. Auch die Wasserversorgung ist besonders in den ländlichen Regionen rückständig: nur 73% der ländlichen Bevölkerung haben Anschluss an fließendes Wasser und nur 70% an die Kanalisation, 58% der Landbevölkerung erhalten kein für den menschlichen Konsum geeignetes Wasser. Die Regierung investiert daher in den Ausbau von Wasserversorgung, Kanalisation und Kläranlagen. Ein weiterer Brennpunkt in der Entwicklung Kolumbiens ist das Thema Abfallwirtschaft. Etwa 28.800 Tonnen Müll werden täglich produziert. Über 10.000 Tonnen davon stammen aus den Großstädten Bogotá, Cali, Medellín und Barranquilla. Rund 60% der Haushaltsabfälle sind organisch, 20% nicht wiederverwertbar und 20% recycelbar (Plastik, Glas, Metall etc.). Schätzungen zufolge werden aber nur ca. 7% des Hausmülls recycelt, die restlichen 93% landen unsortiert in Mülldeponien.

 

Derzeit stammt Kolumbiens heimische Energieproduktion zu ca. 2/3 aus Wasserkraft sowie Kohle und Erdgas. Erneuerbare Energiequellen verzeichnen ein starkes Wachstum, tragen aber derzeit noch einen kleinen Anteil zur Energiematrix bei. Ziel der Regierung ist es, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2022 auf 14% zu erhöhen. Im Rahmen der kürzlich vorgestellten Klimawandel-Strategie hat sich Kolumbien die Klimaneutralität bis 2050 als Ziel gesetzt sowie eine CO2-Reduktion von 51% bis 2030, neben anderen Maßnahmen. Eine "grüne" Energiematrix ist grundlegender Bestandteil dieser Klimaziele. Kolumbien bietet aufgrund der klimatischen und geografischen Konditionen hervorragende Bedingungen für Windenergie und Solarenergie, aber auch Biomasse, Biogas, Erdwärme sowie kleine Wasserkraftwerke (per Gesetz zählen in Kolumbien nur kleine Wasserkraftwerke mit einer Kapazität von weniger als 20 MW als erneuerbare Energiequelle) haben großes Potenzial. Weiters soll die Herstellung von blauem und grünem Wasserstoff in Kolumbien forciert werden.

 

Die Bevölkerung Kolumbiens lebt zu ca. 80% in urbanen Gebieten. Dabei verteilt sich ca. ein Viertel der 48 Mio. Einwohner auf die 4 größten Städte, nämlich auf Bogotá (7,4 Mio.), Medellín (2,4 Mio.), Cali (2,2 Mio.) und Barranquilla (1,2 Mio.). Weitere 15 Städte weisen Einwohnerzahlen zwischen 300.000 und 950.000 auf. Wichtige Aspekte für die zukünftige Entwicklung der kolumbianischen Städte sind Mobilität, Sicherheit, Bildung, Gesundheitsversorgung, öffentliche Verwaltung, Stadtplanung, Nachhaltigkeit und Umwelt. Auch soziale Inklusion, Armutsbekämpfung, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung spielen eine wesentliche Rolle. Diese Faktoren sollen mithilfe von Digitalisierung, Innovation, Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Stadtentwicklungsprojekten und Smart City-Initiativen verbessert werden.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalisierungsoffenisve go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich, statt.

 

Haben Sie noch Fragen?

AußenwirtschaftsCenter Bogota
Ansprechperson: Dr. Andreas Schmid
T +57 601 317 5414
E bogota@wko.at

> Mehr Anzeigen
> Weniger Anzeigen